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Westküste und Hinterland

 

Von Rhodos-Stadt aus führt uns die erste Etappe nach Ialyssos. Dieser geschichtsträchtige Ort trägt den Namen von einem Enkel des Sonnengottes Helios. Neben Lindos und Kamiros zählt Ialyssos zu den ältesten Städten der Insel. Sehenswert sind die Überreste der Akropolis aus dem 3. Jh., von denen jedoch nur noch die Ruinen des Tempels der Athena Polias und des Zeus Polios den Zahn der Zeit überdauert haben.

Einige Kilometer weiter liegt der von Zypressen umgebene Ort Filerimos, in dem die Kapellen Ritterkreuz und Wappen von Pierre d'Aubusson tragen. Unbedingt sehenswert ist die Johanniter-Kirche aus dem 15. Jh. sowie das angrenzende byzantinische Kloster.

Fahren Sie weiter zum Tal der Schmetterlinge, wo eine üppige Vegetation Raum für eine Vielzahl bunter Falter bietet. Der Bach, der sich durch das Tal schlängelt, kann an mehreren Stellen auf Holzbrücken überquert werden. Es ist ein besonders friedlicher Ort - bis die Touristenbusse morgens eintreffen!

 

Weiter geht es nach Kamiros, einer Ausgrabungsstätte aus hellenistischer Zeit. In der alten dorischen Stadt sind neben den Resten eines Tempels aus dem 3. Jh. v. Chr. auch öffentliche Bäder aus dem 6. Jh. v. Chr. und ein Helios, dem Schutzgott der Insel, geweihter Altar zu sehen.
Der Legende nach wurde die Stadt von Althemeneos, einem Enkel des kretischen Königs Minos gegründet. Später soll auch Tlipolemos, ein Sohn des Herkules, in der Stadt gelebt haben. Zwei seiner Söhne, Ochimus und Cercaphus, haben den Erzählungen nach in der Umgebung gewohnt, während die 5 anderen Söhne, Macareus, Actis, Tenages, Triopas und Candalus die Insel in Richtung Kleinasien und Ägypten verlassen haben.

 

Kamiros ist eine der ersten drei ursprünglichen Siedlungen. In den Restaurants des stimmungsvollen Fischerhafens werden ausgezeichnete Fischgerichte serviert. Nicht weit vom Ort entfernt befindet sich eine Burg, die im 14. Jh. von Rittern erbaut wurde.

 

Ungefähr fünfzehn Kilometer weiter empfiehlt sich ein Besuch der Burgruine Kastell Kamiros und der dazugehörigen Ortschaft mit seinen an den Berghang geschmiegten weißen Häusern.

 

Die Überreste der von Pierre d'Aubusson erbauten Johanniterburg bei Monolithos bietet keinen besonderen Reiz. Der Aufstieg lohnt sich jedoch aufgrund des herrlichen Ausblicks auf das Meer.

 

Wenn Sie etwas Zeit haben, sollten Sie unbedingt in Monolithos übernachten, um am nächsten Morgen einen Ausflug in das Landesinnere zu unternehmen. Sie haben dann Gelegenheit, in Sianna eine Pause einzulegen, um Honig und Souma (hochprozentiger Tresterschnaps) zu probieren, und den höchsten Punkt der Insel Rhodos zu besteigen, den Berg Attaviros. Im Hinterland gibt es zahlreiche Kapellen und beschauliche Dörfer zu entdecken.
Sie können ihre Reise natürlich auch in Richtung Süden fortsetzen, wo Natur und Landschaften in allen Farben leuchten.